KKröker
TG

Stammbaum

Familienstammbaum der Familie Kröker / Kroeker mit fünf Generationen aus Wolhynien, Nordkasachstan und Deutschland.

Visuelle Übersicht — fünf Generationen

Stammbaum der Familie Kröker: fünf Generationen von Wolhynien und Nordkasachstan bis Deutschland
Familie Kröker von den Ururgroßeltern in Wolhynien bis heute in Berlin. Namen und Daten basieren auf Archivdokumenten, Stand April 2026.

Original herunterladen (SVG)

1. Generation — Urur-Urgroßeltern

Gottlieb Schulz

? – ?

Wolhynien

Gottlieb Kröker

? – ?

Wolhynien

2. Generation — Urgroßeltern

Iwan (Johann) Iwanowitsch Kröker

Daten nicht bestätigt (aus Lebenslauf Lydias: 1864 / ~1924)

Wolhynien

Emma Gottliebowna geb. Schulz

1877 (Sowj. Akte 1949) / 1884 – ?

Wiktorowka, Baryschiwka Rayon, Kiewer Oblast

1. Ehe: Frelich (verstorben vor ~1919). 2. Ehe: Iwan Kröker (1864 – ca. 1924). Nach dem Tod Krökers in sowjetischen Unterlagen unter dem Namen Frelich registriert.

Heinrich Gottlibowitsch Schulz

Daten unbekannt

Leiblicher Bruder von Emma Gottlibowna. War in der Sondersiedlung in Tomsk.

Friedrich Gottlibowitsch Schulz

Daten unbekannt

Leiblicher Bruder von Emma Gottlibowna. War in der Sondersiedlung im Gebiet Tomsk.

3. Generation — Großmutter und Geschwister

Lydia Dreger geb. Kröker (Hypothese)

17.04.1917 – ?

Schiljesna / Wolhynien

Emma Iwanowna Kroeker

05.05.1924 – 02.05.1987

Dorf Uwarowka / Neu-Aleksandrowka, Rayon Pulin, Oblast Kiew

Starb im Dorf Dubowskoje, Rayon Dubowski der Oblast Rostow. Großmutter von Eugen. Posthum rehabilitiert (1993). Personalakte Nr. 1229 (HDA MWS Ukrainy, F.161 V.1 Akte 877).

Sinaida Iwanowna Simenzowa (geb. Kröker)

1920 — gest. im Dorf Dubowskoje (Datum unbekannt)

Ältere Schwester von Emma Iwanowna. Nach der Entlassung aus der Sondersiedlung lebte sie mit Emma im Dorf Dubowskoje, Oblast Rostow, wo sie auch starb.

Edmund Dreger

22.07.1914 – ?

Chabrowka

Leo Dreger

08.06.1937 – ?

Knarow / Knowrow

4. Generation — Eltern

Wladimir Nikolajewitsch Usachew

08.04.1950, Sennoje — 06.08.2023, Schachty

Dorf Sennoje, Rayon Sowjetski, Nord-Kasachstan

Sohn von Emma Iwanowna. Bei der Geburt eingetragen als Kröker Wladimir (Vater — „Wassili"). Ab 1952 — Usachew (durch den Stiefvater Nikolai Maximowitsch). Lebte in Sennoje (1950–1956) → Dubowskoje (1956–~1975) → Schachty (~1975–2023). Kupjansker Traktorenfachschule. Bis 1975 — Fahrer eines Ikarus auf der Strecke Rostow–Charkiw, ab ~1975 — Fahrer eines GAZ-66 in einer geologischen Erkundungsexpedition. Liquidator der Tschernobyl-Katastrophe (1986) — Invalidität 2. Grades, Medaille.

Ljubow Usachew (geb. Kryschka)

Daten nicht veröffentlicht

Ehefrau von Wladimir Nikolajewitsch. Arbeitete am Schachtinsker Baumwollkombinat (KhBK). Lebt.

Lebende Person: Daten gekürzt

Nikolai Maximowitsch Usachew

1923 — ?

Stiefvater von Wladimir Nikolajewitsch. Ehe mit Emma Iwanowna 26.07.1952 im Dorf Sennoje. Nach der Eheschließung wurde die Vatereintragung in Wladimirs Geburtsurkunde auf „Usachew Nikolai Maximowitsch" umgeschrieben.

Wassili (biologischer Vater)

Eintrag nach Angabe der Mutter: Akt Nr. 13 vom 14.04.1950

Sennoje, Nordkasachstan

In der Erstausfertigung der Geburtsurkunde Nr. 13 vom 14.04.1950 (NAO Nordkasachstan) ist als Vater «Wassili» nach Angabe der Mutter eingetragen. Nach der Heirat der Mutter am 26.07.1952 wurde der Vatereintrag durch den Stiefvater ersetzt. Hypothese des Autors — Wassili Franzewitsch Kreker ~1912 aus der Krim — ist nicht bestätigt.

5. Generation — Gegenwart

Eugen Usachew

25.01.1979, Schachty — Berlin (ab 2019)

Schachty, Oblast Rostow, RSFSR

Enkel von Emma Iwanowna Kröker. Sohn von Wladimir Nikolajewitsch und Ljubow Usachew. Ab 2019 in Berlin (Bundesverwaltungsamt, Namensänderung 11.12.2019). Autor des vorliegenden Familienarchivs.

Treu nach Quellen: offene Punkte sind als TODO markiert.

Johann Kröker (Iwan Iwanowitsch) wurde am 15. November 1864 in Wolhynien geboren (genaues Dorf unbekannt, laut EWZ-Akte Bundesarchiv Berlin, Film B019, Kader 1340). Er starb auf der Wolhynien — genaues Datum und Ort unbekannt. Laut der Autobiographie seiner Tochter Lydia war sie etwa 7 Jahre alt als er starb, also um 1924. Emma Gotlibowna Schulz wurde am 11. November 1884 in Wolhynien geboren, stammte aus dem Dorf Wiktorowka, Baryschiw-Rayon, Kiewer Oblast. Ihr Vater war Gottlieb Schulz. Laut EWZ-Akte waren die Großeltern von Lydia: väterlicherseits Gottlieb Kröker und (Name unbekannt); mütterlicherseits Gottlieb Schulz und (Name unbekannt). Alle vier Großeltern waren 100% deutschen Ursprungs. Die Familie Kröker war mennonitischen Glaubens — dies belegen die klassischen mennonitischen Familiennamen Kröker und Dreger sowie der spätere Wohnort Halbstadt (Zaporizhzhia Oblast), historisches Zentrum der Mennonitensiedlungen in der Ukraine. Tochter Lydia Iwanowna Kröker wurde am 17. April 1917 in Schiljesna (Dnepropetrowsk Oblast) geboren. Nach dem Tod des Vaters besuchte sie nur 3 Jahre die deutsche Schule in Iwanjowka (1925–1928), danach musste sie arbeiten. Laut der Autobiographie von Lydia (EWZ-Akte, Kader 1344–1346): die Familie lebte auf der Wolhynien in Rischelowka (1918–1935). Die Sowjetbehörden zwangen sie ca. 1935, nach Dorf Peski, Charkiwer Oblast umzusiedeln. Dort erlebten sie die Hungersnot 1932–1933 — täglich starben 3–4 Menschen, es gab kaum Brot, die Familie durfte nicht wegziehen. Am 5. Juni 1935 heiratete Lydia in Peski den Edmund Dreger (geb. 22.07.1914, Chabrowka; Vater: Eduard Dreger geb. 1884; Mutter: Hulda geb. Hintz geb. 1891, Konfession: evangelisch-lutherisch). Ihr Mann musste oft abwesend sein da man ihm nicht erlaubte, zu Hause zu bleiben. Sie zogen über Stalino (Donezk) nach Dorf Knarow wo Sohn Leo Dreger am 8. Juni 1937 geboren wurde. Danach mussten sie wieder umziehen — nach Laakopp, Rayon Groß-Tokmak, Saporischschja Oblast. Lydia erkrankte schwer und unterzog sich zwei Operationen. Ihre Mutter pflegte sie bis zur Genesung. Nach Genesung arbeitete Lydia in Halbstadt, Saporischschja Oblast. Tochter Emma Iwanowna Kröker wurde am 05.05.1924 in Uwarowka (Geburtsurkunde, restauriert 1965) bzw. Alexandrowka (Archivakte), Puliner Rayon, Kiewer Oblast geboren.

Familienarchiv — Fotografie

Emma Iwanowna Kröker mit ihrem Sohn Wladimir Usachew, vermutlich Mitte der 1970er Jahre
Emma Iwanowna Kröker (1924–1987) und ihr Sohn Wladimir N. Usachew (1950–2023). Vermutlich Mitte der 1970er Jahre.
Familienarchiv · Veröffentlichung durch Eugen Usachew